Wie wählt man einen Gaming-PC aus?

Dieser Artikel soll Ihnen nicht helfen, einen Computer zu Hause zusammenzubauen, sondern Sie davor bewahren, an einen Händler zu geraten, der keine optimalen Gaming-Computer anbietet.

Warum unterscheiden sich unsere PC-Builds oft von den Angeboten anderer Gaming-Computer-Anbieter? Als PC-Spieler wissen wir, dass die Grafikkarte die wichtigste Komponente eines Gaming-PCs sein sollte. Deshalb stellen wir Systeme mit der leistungsstärksten Grafikkarte in der jeweiligen Preisklasse zusammen und wählen die anderen Komponenten so aus, dass die Gesamtleistung des Computers nicht beeinträchtigt wird. Viele Verkäufer haben vermutlich keine Ahnung von der tatsächlichen Leistung von Grafikkarten oder versuchen – schlimmer noch – bewusst, einen „Gaming“-PC zu verkaufen, dessen Leistung hinter den Erwartungen des Kunden zurückbleibt.

Warum ist das so? Eine leistungsstarke Grafikkarte ist im Vergleich zu anderen Komponenten ein sehr teures Bauteil, das mit steigender Leistung zudem ein leistungsstärkeres und teureres Netzteil benötigt. Der Durchschnittskunde orientiert sich in der Regel nicht an der Bezeichnung der Grafikkarte, daher ist es wirtschaftlich vorteilhafter, günstigere Prozessoren mit vielen Kernen und hohen Taktraten oder leistungsstarke Intel i5- und i7-Prozessoren zusammen mit viel Arbeitsspeicher und einer großen Festplatte anzubieten. So kann der Kunde die Werte und Kapazitäten intuitiv einschätzen – je höher die Zahl, desto besser.

Die Prozessorleistung unterscheidet sich zwischen den einzelnen Modellen nicht so stark und lässt sich in der Praxis genauso nutzen wie die Leistung verschiedener Grafikkarten.

Interessenten stoßen in letzter Zeit auf nicht optimal abgestimmte Sets und sollten sich an folgende Ratschläge halten:

1. Konzentrieren Sie sich vor allem auf die Leistung der Grafikkarte und ein bestimmtes Modell eines bestimmten Herstellers, da sich die Grafikkarten sowohl in der Leistung als auch in den Betriebseigenschaften (Geräusche) unterscheiden können.
2. Bei einem begrenzten Budget ist es in der Regel sinnvoller, in Komponenten zu investieren, die ausgetauscht werden müssen, als in solche, die sich nach und nach aufrüsten lassen. Eine SSD, eine größere HDD, mehr Arbeitsspeicher oder im schlimmsten Fall einen besseren Prozessorkühler können Sie jederzeit später nachrüsten, ohne gleich auf eine leistungsstärkere Grafikkarte, einen besseren Prozessor oder ein besser ausgestattetes Mainboard verzichten zu müssen.

3. Beim Vergleich der PC-Montagepreise müssen Sie gleiche oder qualitativ vergleichbare Komponenten vergleichen

Wie man einen oder mehrere Gaming-PCs auswählt/entwirft/baut

Computerpreis:

Die Preisniveaus ehrlicher Sets lassen sich grob wie folgt charakterisieren:

bis ca. 10.000 CZK einrichten – kann nicht als echter Gaming-Computer angesehen werden.

bis zu 14.000 CZK einrichten – Sie werden alle Spiele spielen, aber hohe und bei anspruchsvollen Spielen oft nicht einmal mittlere Einstellungen erwarten können.

Set ca. 15.000 CZK – man spielt alles zumindest auf mittlerer und teilweise auch auf hoher Stufe.

Set ca. 20.000 CZK – die meisten Spiele mit hohen, manchmal sogar maximalen Einstellungen spielen.

Set ca. 25.000 CZK – Spiele immer mit hohen und oft maximalen Einstellungen spielen.

Set ca. 30.000 CZK – zum Spielen der anspruchsvollsten Spiele mit maximalen Einstellungen.

Set ab ca. 40.000 CZK – zum Spielen aller anspruchsvollsten Spiele mit maximalen Einstellungen und hohen Auflösungen mit Zukunftsperspektive.

Prozessor

Mehr Kerne – immer mehr Leistung?… Nicht unbedingt! Dies gilt insbesondere für AMD-Prozessoren mit 6 bis 8 Kernen im Vergleich zu Intel-Prozessoren mit 4 Kernen, die trotz der geringeren Kernanzahl in der Regel leistungsstärker sind.
Sie verfügen über mehr Threads pro Kern und bieten daher eine höhere Leistung, wenn keine Softwareunterstützung für 4 oder mehr Kerne vorhanden ist. Intel-Prozessoren sind im Durchschnitt leistungsstärker (vor allem die i5- und i7-Modelle), aber nicht immer deutlich vorteilhafter. Angesichts des Preises ist ein AMD-Prozessor auch für Spiele im günstigeren Segment ausreichend. Beispielsweise könnten wir den 4-Kern-Prozessor AMD Ryzen 3 1200 für dieses Segment empfehlen, der günstiger ist als der 2-Kern-Prozessor Intel i3. Bei modernen und zukünftigen Spielen könnten seine 2 Kerne (trotz Multithreading) jedoch limitierend wirken. Für teurere Prozessoren empfehlen wir Intel i5-Prozessoren und für maximale Leistung den i7. Eine gute Alternative sind die etwas günstigeren AMD Ryzen 5-Prozessoren mit 4 und 6 Kernen und der gleichen Anzahl an Threads. Unser Favorit für Mittelklasse-Systeme ist der AMD Ryzen 5 1600. Der Unterschied zwischen AMD- und Intel-Prozessoren liegt in der Praxis darin, dass AMD bei Spielen, die die Nutzung mehrerer Kerne und Threads ermöglichen, im Vorteil ist. Werden die zusätzlichen Kerne hingegen nicht genutzt, ist der Intel-Prozessor leistungsstärker. Intel-Prozessoren bieten generell eine höhere Leistung pro Kern.

Vorteile von Intel-Prozessoren – ausgewogenere Leistung und Leistung pro Kern, höhere Taktgrenzen.

Vorteile von AMD-Prozessoren – günstiger und bei Nutzung aller Kerne leistungsstärker als die Konkurrenz von Intel, die Möglichkeit zum Übertakten aller Modelle, meist günstigere Motherboards mit der gleichen Ausstattung.

Hauptplatine: Es ist nicht unbedingt nötig, das teuerste Mainboard zu kaufen. Wer sich jedoch für das günstigste entscheidet, sollte einige Einschränkungen bedenken. Möglicherweise unterstützt das Board nur Komponenten mit niedrigeren Geschwindigkeiten und bietet weniger Steckplätze für RAM, Laufwerke und weitere Komponenten.
Außerdem kann es sein, dass Sie keine 5.1-Lautsprecher digital anschließen können oder nicht genügend USB-Anschlüsse zur Verfügung haben. Unterstützung für SATA3 und USB 3.0, schnelle M.2-SSDs oder neue Prozessoren ist zukünftig ebenfalls von Vorteil. Es gibt zwar kleinere Unterschiede zwischen den einzelnen Chipsatzversionen und Mainboard-Klassen (z. B. verbesserte Taktraten), aber abgesehen von extrem leistungsstarken Systemen oder geplanten höheren Taktraten reicht ein Mainboard der Mittelklasse völlig aus. Man kann grob davon ausgehen, dass das Mainboard etwa 10 % (plus/minus 100 Kronen) der Gesamtkosten des Systems ausmachen sollte. Es ist nicht notwendig, ein Mainboard mit Vollausstattung zu wählen, aber angesichts der steigenden Preise anderer Komponenten sollte der Computer mit einem passenden Mainboard ausgestattet sein. Zur Standardausstattung moderner Mainboards gehören auch eine integrierte Netzwerk- und Soundkarte. Wir können Mainboards von GIGABYTE, ASUS und MSI empfehlen.

RAM-Speicher:
In aktuellen Spielen sind 16 GB RAM in PCs bis ca. 20.000 € nicht mehr nötig. Für die meisten modernen Spiele reichen sogar 8 GB aus. Vergleichen Sie daher am besten die Leistung anderer Komponenten. Selbst die Standardtaktfrequenz von 2133 MHz ist ausreichend. Wir empfehlen zwar schnelleren 2400-MHz-Speicher für einen geringen Aufpreis (besonders effektiv bei Intel-Prozessoren dank der sogenannten XMP-Profile), aber den Unterschied werden Sie kaum bemerken. Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Mainboard schnellere Speicher unterstützt. Hohe Frequenzen sind vor allem in Kombination mit AMD Ryzen-Prozessoren (insbesondere den leistungsstärkeren Modellen) sinnvoll. Hier empfehlen wir Speicher mit 2666 MHz und mehr. Ein weiterer wichtiger Wert ist die Speicherlatenz (z. B. CL13, CL15). Je niedriger der Wert, desto besser, z. B. ist CL13 besser als CL15 oder CL16.     

Grafikkarte: Ein Gaming-PC bedeutet NICHT automatisch, dass eine zusätzliche Grafikkarte enthalten ist. Das größte Problem mancher Angebote sind die oft irreführenden Angaben zur Eignung des angebotenen Pakets, wie beispielsweise die Bezeichnung „Gaming“. Die Grafikkarte ist das Herzstück eines Gaming-PCs und sollte üblicherweise die teuerste Komponente sein. Daher ist der Computer in den meisten Angeboten mit einer schwächeren/günstigeren Grafikkarte ausgestattet, und die Verkäufer spekulieren auf die Unwissenheit der Kunden. Wie finden Sie also heraus, ob die angebotene Grafikkarte Ihren Bedürfnissen entspricht? Zur schnellen Orientierung haben wir eine Leistungsübersicht von Gaming-Grafikkarten für Sie zusammengestellt, die Sie am Anfang dieses Artikels finden oder in Online-Hardware-Magazinen einsehen können.

Sind Nvidia-Grafikkarten heute besser als ATI/AMD-Karten? … DAS STIMMT NICHT! Dieser Mythos stammt aus einer Zeit, als ATI-Grafikkarten unter schlecht abgestimmten Treibern litten. Heutzutage treten zwar gelegentlich vorübergehende Treiberfehler auf, aber mittlerweile trifft dies auf beiden Seiten keine Schuld mehr, und gelegentliche Probleme kommen vor. In manchen Preisklassen ist die AMD/ATI Radeon im Vorteil, in anderen Fällen sind beide Grafikkarten vergleichbar, und die Wahl hängt eher von der Markenpräferenz ab. Die Unterschiede können in verschiedenen Versionen derselben Karte von unterschiedlichen Herstellern (Gigabyte, Asus, MSI usw.) liegen, die sich hauptsächlich im verbauten Kühler und der restlichen Ausstattung unterscheiden.

Aktuell zeichnen sich Grafikkarten wie die Nvidia GTX 1050 und 1060 durch einen sehr geringen Stromverbrauch, geringe Wärmeentwicklung und mitunter geringe Geräuschentwicklung aus. Die Konkurrenten von AMD (RX 570 und 580) weisen bei ähnlichen Preisen zwar etwas schlechtere Betriebseigenschaften auf, ihre Leistung lässt jedoch selbst bei höchsten Auflösungen und in anspruchsvollsten Szenen oft nicht nach, und sie haben möglicherweise bessere Perspektiven für zukünftige, anspruchsvolle Spiele.
Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er betriebliche Eigenschaften oder eine theoretische Leistungsperspektive bevorzugt.

Wie viel RAM wird für eine Grafikkarte benötigt?...Aktuell beträgt das Minimum 2 GB, optimal sind 3-4 GB, für die Zukunft und für die anspruchsvollsten Spiele 6-8 GB.

Soundkarte: Für die meisten Nutzer ist die integrierte Soundkarte des Mainboards ausreichend. Sie müssen lediglich überlegen, ob Sie nur Stereo- oder 2.1-Lautsprecher anschließen möchten oder ob Sie 5.1- (bzw. 7.1-)Lautsprecher besitzen oder anschaffen möchten. Manche Mainboards verfügen nur über drei Audioausgänge, an die keine 5.1-Lautsprecher angeschlossen werden können.

Es gibt auch Unterschiede bei den integrierten Soundkarten, und höherwertige Chipsätze verfügen in der Regel über bessere integrierte Soundkarten. Es lohnt sich jedoch nicht, allein wegen der Soundkarte extra für ein besseres Mainboard zu bezahlen.

Wenn Sie ein hochwertiges Lautsprechersystem zum Musikhören besitzen, empfehlen wir Ihnen, in eine zusätzliche Soundkarte zu investieren, die ab etwa 1000 CZK erhältlich ist. Der Unterschied zwischen günstigen Soundkarten und integrierten Soundkarten ist sehr gering.

Festplatte: Die Festplattenkapazität kann jeder nach Bedarf wählen. 1000 GB Speicherplatz reichen in der Regel für die Datenspeicherung aus. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann 2-TB-Festplatten zu einem guten Preis erwerben. Wir empfehlen jedoch eher den Kauf einer separaten Festplatte oder einer externen 1-TB-Festplatte. Es ist ratsam, nicht von nur einer Festplatte abhängig zu sein – stellen Sie sich vor, Sie verlieren 2 TB Daten im Falle eines Ausfalls. Auch wenn wir kleinere Festplatten so betrachten, spielen die Anzahl und Art der Dateien eine Rolle. Wer viele große Dateien (z. B. Filme in Blu-ray-Qualität) speichern möchte, kann eine 2-TB-Festplatte kaufen. Für die Speicherung kleinerer Dateien über mehrere Jahre hinweg raten wir jedoch von einer großen Festplatte ab. Als Systemfestplatte empfehlen wir Modelle mit 7200 U/min. Modelle mit 5400 U/min eignen sich als Speicherlaufwerke für PCs oder NAS-Systeme. Ihr Vorteil liegt im geringeren Stromverbrauch und der theoretisch längeren Lebensdauer unter Dauerlast.  
SSD-Festplatten werden in einem separaten Kapitel behandelt. Sie bieten zwar ein ungünstiges Preis-Leistungs-Verhältnis, aber die deutlich höhere Systemgeschwindigkeit (insbesondere beim Hochfahren) ist sofort spürbar. Wir empfehlen, eine SSD für das Betriebssystem und eine herkömmliche HDD für die Datenspeicherung zu kombinieren.

Auf dem Markt findet man auch eine Art Hybrid zwischen SSD und klassischer HDD. Diese SSHD (Self-Self-Drive) ist im Grunde eine herkömmliche HDD, bei der zusätzlich ein kleinerer, schnell zugänglicher Speicherbereich eingerichtet ist. Dort werden die am häufigsten verwendeten Dateien gespeichert, wodurch deren Ladezeit beschleunigt wird. Diese Lösung ist zwar nicht so leistungsstark und schnell wie eine klassische SSD, der Unterschied zu einer herkömmlichen HDD ist aber dennoch deutlich spürbar.

Ob man zusätzlich zu einer herkömmlichen HDD einen Aufpreis für eine SSD-Festplatte zahlt, um die Geschwindigkeit zu erhöhen und die gesamte Kapazität schnell nutzen zu können, oder ob man einen geringeren Betrag ausgibt, um die HDD durch eine Hybrid-SSHD mit weniger Speicherplatz für die am häufigsten verwendeten Dateien plus klassischer HDD-Kapazität zu ersetzen, hängt von den Erwartungen, Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten des jeweiligen Nutzers ab.

Seit einiger Zeit gibt es SSD-Varianten, die direkt in den M.2-Steckplatz des Mainboards gesteckt werden und so eine höhere theoretische Übertragungsgeschwindigkeit ermöglichen. Der Nachteil liegt im höheren Preis, und die günstigeren Modelle bieten keine merklich höhere Leistung als klassische SATA-SSDs. Andererseits entfällt bei einer M.2-SSD das Anschließen von Strom- und Datenkabeln; es handelt sich lediglich um eine Karte, die in das Mainboard gesteckt wird, welches natürlich einen M.2-Steckplatz besitzen muss. 

Computergehäuse: Computergehäuse unterscheiden sich im Grunde nur im Aussehen? … Falsch! Die Wahl des richtigen Gehäuses wird oft unterschätzt und kann zu einer unangenehmen Überraschung führen. Ein auf den Bildern teuer aussehendes Gehäuse kann in Wirklichkeit ein billiger, glänzender Kasten mit schwachen Resonanzplatten und minimalen Kühlmöglichkeiten sein, der selbst später nicht für eine leistungsstärkere Grafikkarte geeignet ist. Daher raten wir unseren Kunden, nicht nur auf das Aussehen zu achten, sondern auch andere wichtige Merkmale des PC-Gehäuses zu berücksichtigen. Das Gehäuse sollte etwa 5 % oder mehr des Gesamtpreises ausmachen.

Source: Mehr Watt, immer besser? … Nicht unbedingt. Bei PC-Netzteilen empfehlen wir, sich auf den Gesamtleistungsbedarf und vor allem auf die Marke und die damit verbundenen Erfahrungen zu konzentrieren. Hohe Wattzahl zu einem niedrigen Preis ist nicht immer ein guter Kauf. Ein gutes Beispiel dafür ist das APPROX-Netzteil mit seinen scheinbar beeindruckenden 500–550 W, das nur die Hälfte anderer, qualitativ hochwertigerer Netzteile mit 400 W kostet. Ein so niedriger Preis muss sich natürlich in der Qualität widerspiegeln. In unseren Angeboten ab ca. 10000 verwenden wir bewährte Netzteile von SEASONIC, FORTRON und Corsair, mit denen wir langjährige Erfahrung haben und die eine überdurchschnittliche Garantie von 36 oder sogar 60 Monaten bieten. Grundsätzlich raten wir davon ab, die billigsten Modelle mit hoher Wattzahl zu kaufen. Andererseits ist es aber auch nicht nötig, ein Netzteil zu kaufen, das teurer ist als ein gut gewähltes Mainboard. Bei besonders leistungsstarken Grafikkarten empfiehlt es sich, Modelle mit hohem Wirkungsgrad von ca. 90 % (maximale Energieausnutzung und minimale Restwärme) und abnehmbaren Kabeln für eine bessere Kabelführung im Gehäuse zu wählen. Die Angaben in der Beschreibung der Grafikkartenanforderungen geben einen ungefähren Anhaltspunkt für die benötigte Netzteilleistung. Grafikkartenhersteller geben jedoch häufig eine höhere Wattzahl an, als für hochwertige Netzteile ausreichend wäre, um Kunden entgegenzukommen, die günstigere Netzteile bevorzugen. 

Kühlung: Da eine mangelhaft gekühlte Komponente eine deutlich verkürzte Lebensdauer haben kann, empfehlen wir, diesem oft unterschätzten Aspekt besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Zunächst einmal ist die Kühlung des Prozessors wichtig. In der Basiskonfiguration ist ein Kühler im Lieferumfang enthalten. Dieser ist für die grundlegende Kühlung ausreichend, zeichnet sich aber weder durch seine Geräuscharmut noch durch seine Kühlleistung aus. Wenn Sie keinen Computer unter 10.000 (Währungseinheit fehlt) wählen oder keinen Kühler von einem älteren PC besitzen, empfehlen wir Ihnen, in ein leistungsstärkeres und leiseres Modell (z. B. SilentiumPC Fera 3) zu investieren. Wir empfehlen einen besseren Kühler insbesondere für AMD-Prozessoren (selbstverständlich für 8-Kern-Prozessoren), da diese mit ihren Standardkühlern etwas lauter sind und eine höhere Wärmeentwicklung aufweisen. Bei Intel-Prozessoren ist es ratsam, in Modelle mit offenem Multiplikator (gekennzeichnet mit „K“) zu investieren oder die Geräuschentwicklung zu minimieren. Bei der Wahl des Gehäuses sollte für eine Belüftung von vorne nach hinten gesorgt werden. Dies ist mit Lüftern möglich, die auf der einen Seite kalte Luft ansaugen und auf der anderen Seite warme Luft aus dem Gehäuse blasen. Achten Sie daher auf Gehäuse mit ausreichender Luftzufuhr an der Vorderseite, die auch die Festplatte kühlt. Zusätzliche Lüfter (üblicherweise 12 cm) können Sie bei uns ab 120,- pro Stück erwerben, je nach Ihren individuellen Anforderungen. Wenn Ihnen die Geräuschentwicklung wichtig ist, empfehlen wir Ihnen schallgedämmte Gehäuse (z. B. das Fractal Design Define R5). Bedenken Sie jedoch, dass maximale Kühlleistung und minimale Geräuschentwicklung nicht immer Hand in Hand gehen. Sie müssen sich für eines von beiden entscheiden. Ideal ist ein Kompromiss, der je nach Ihren Bedürfnissen und den Betriebsbedingungen des Computers leicht in Richtung Kühlung oder Geräuscharmut tendiert.

Monitor und Zubehör:

Bei den heutigen Monitorpreisen sind Größen wie 22", 23", 24" und 27" üblich. Preislich liegen 22"- und 24"-Monitore etwa 1000 CZK auseinander, was nicht viel ist, und jeder Nutzer wird einen größeren Bildschirm zu schätzen wissen. Die gängigste Auflösung ist 1920 x 1080 Pixel (Full HD), der heutige Standard für alle genannten Diagonalen. Die Größe des Monitors lässt sich ähnlich mit anderem Zubehör (Tastatur, Maus, Lautsprecher usw.) vergleichen: Wenn man nicht das Beste kennt, reicht auch das Schlechteste. Die Qualität heutiger Monitore in den gängigen Preisklassen bis etwa 6000 CZK unterscheidet sich nicht so stark, wie der Preisunterschied manchmal vermuten lässt. Daher können Sie sich für den Heimgebrauch getrost auf niedrigere Preisklassen konzentrieren und werden wahrscheinlich zufrieden sein. IPS- und PLS-Panels bieten etwas bessere Bildqualität. Klassische ältere TN-Panels haben oft kürzere Reaktionszeiten. Wenn Sie schnelle Online-Spiele spielen, sind Monitore mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 oder 144 Hz von Vorteil (andere bieten 60 oder 75 Hz), allerdings sind solche Monitore unter 6000 € schwer zu finden. Die Grafikkartenhersteller AMD und Nvidia haben Technologien entwickelt, die Monitorhersteller in ihre Modelle integrieren. In Kombination mit der jeweiligen Grafikkarte sorgt dies für eine flüssigere Darstellung. AMDs Technologie heißt FreeSync, Nvidias G-SYNC. FreeSync-Monitore sind ab etwa 3500 € erhältlich, die Auswahl ist deutlich größer, und der günstigste G-SYNC-Monitor kostet mindestens 10000 €. Monitore unterscheiden sich hinsichtlich Ausstattung und Anschlussmöglichkeiten. Wir empfehlen ein Modell mit mindestens einem digitalen DVI-Anschluss und neuere Monitore mit HDMI oder DisplayPort. Der HDMI-Anschluss ist nützlich, um weitere Geräte (Spielkonsolen, Set-Top-Boxen usw.) anzuschließen. Es wird immer erschwinglicher, drei Monitore an einen Computer anzuschließen und in einer Auflösung von 5760 x 1080 Pixeln zu spielen oder zu arbeiten. Für eine so große Anzeigefläche ist natürlich eine leistungsstarke Grafikkarte erforderlich, beispielsweise mindestens eine Radeon RX580 mit 8 GB oder eine Nvidia GTX 1060 mit 6 GB oder besser noch eine Nvidia GTX 1070 oder 1080. Man kann zwar auch drei Monitore an günstigere Grafikkarten anschließen, muss dann aber bei anspruchsvolleren Spielen die Bildqualität deutlich reduzieren. Eine weitere Option sind breite und gebogene Monitore mit einer Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln oder, etwas günstiger, 2560 x 1080 Pixeln. Diese bieten eine etwas schmalere, aber rahmenlose Möglichkeit, drei Monitore anzuschließen.

Zubehör wie Tastaturen und Mäuse gibt es in vielen verschiedenen Modellen, passend zu Ihren Bedürfnissen und Ihrem Budget. Selbst für weniger anspruchsvolle Nutzer empfehlen wir (insbesondere bei Mäusen) Modelle ab 400 CZK. Ich kenne zwar keine besseren, auch günstigere Modelle reichen völlig aus, aber ein paar hundert Kronen mehr können den Unterschied zu deutlich besseren Funktionen ausmachen, die Sie sicher zu schätzen wissen werden.       

FRAGEN zu Berichten:

Wenn Sie mehrere Sets ausgewählt haben und nicht wissen, welches Sie kaufen sollen, beraten wir Sie objektiv und weisen auf die Unterschiede hin, auch wenn diese in unserem Geschäft nicht aufgeführt sind, und bieten Ihnen eine Alternative von uns an.

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