Was ist eine Blockchain und wie funktioniert sie?

Eine Blockchain ist ein öffentliches Kassenbuch, das Tausende Computer gleichzeitig führen und in das Einträge nur hinzugefügt, aber nie gelöscht werden. Transaktionen werden in Blöcken gesammelt, und jeder Block enthält einen Fingerabdruck (Hash) des vorherigen Blocks. So bilden die Blöcke eine Kette, in der sich ein älterer Eintrag nicht unbemerkt ändern lässt, weil sich sonst alle nachfolgenden Blöcke ändern würden.
So funktioniert eine Blockchain: das Beispiel Bitcoin
Wenn Sie jemandem Bitcoin senden, signiert Ihre Wallet die Transaktion mit Ihrem privaten Schlüssel und verteilt sie im Netzwerk. Die Knoten prüfen, ob die Signatur stimmt und ob die Coins noch nicht ausgegeben wurden. Danach wartet die Transaktion, bis ein Miner sie in einen Block aufnimmt.
Ein Bitcoin-Block entsteht im Durchschnitt alle 10 Minuten. Neben den Transaktionen enthält er einen Header mit dem Hash des vorherigen Blocks, einem Zeitstempel und einer Zahl namens Nonce, die Miner so lange verändern, bis sie einen Hash unter dem Zielwert finden. Wer ihn zuerst findet, fügt den Block hinzu und erhält die Belohnung – derzeit 3,125 BTC plus Transaktionsgebühren.
Jeder weitere Block über Ihrer Transaktion ist eine „Bestätigung“. Börsen und Händler warten üblicherweise auf mehrere Bestätigungen, weil jede weitere eine nachträgliche Änderung teurer macht.
Warum sich eine Blockchain nicht einfach überschreiben lässt
Wollte jemand eine Transaktion in einem eine Stunde alten Block ändern, müsste er bei Bitcoin diesen Block und sechs weitere neu berechnen – und den Rest des Netzwerks einholen, der in der Zwischenzeit weiterarbeitet. Dafür bräuchte er mehr Rechenleistung als das gesamte übrige Netzwerk zusammen (sogenannter 51-%-Angriff). Das gesamte Bitcoin-Netzwerk rechnet heute mit fast 1.000 EH/s (Stand 18.10.2026), in der Praxis ist das also unrealistisch.
Die Sicherheit beruht also nicht auf Vertrauen in eine Bank oder ein Unternehmen, sondern darauf, dass die ehrlichen Miner in der Mehrheit sind. In Proof-of-Stake-Netzwerken übernehmen die hinterlegten Coins der Validatoren diese Rolle, siehe Proof of Work vs. Proof of Stake.
Wie sich Blockchains unterscheiden
Das Prinzip ist gleich, die Parameter nicht. Die Blockzeit bestimmt, wie schnell die erste Bestätigung kommt und wie oft ein Pool Belohnungen erhält.
| Netzwerk | Durchschnittliche Blockzeit | Konsens |
|---|---|---|
| Bitcoin | 10 Minuten | Proof of Work (SHA-256) |
| Litecoin | 2,5 Minuten | Proof of Work (Scrypt) |
| Dogecoin | 1 Minute | Proof of Work (Scrypt) |
| Kaspa | 0,1 Sekunden (10 Blöcke pro Sekunde) | Proof of Work (kHeavyHash), BlockDAG |
| Ethereum | 12 Sekunden | Proof of Stake |
Warum das für Miner wichtig ist
Der Miner ist derjenige, der die Blockchain verlängert. Ihr ASIC-Miner tut nichts anderes, als Hunderte Billionen Mal pro Sekunde zu versuchen, einen Block-Header mit passendem Hash zusammenzusetzen. Blockbelohnung und Blockhäufigkeit bestimmen direkt, wie viel das Mining einbringt, und Änderungen der Netzwerkregeln – etwa das Halving – wirken sich sofort auf den Ertrag aus.
Die Blockchain ist auch der Grund, warum Pools erst ab einem bestimmten Betrag auszahlen: Jede Transaktion belegt Platz im Block und kostet eine Gebühr. Mehr dazu im Artikel Pool-Auszahlungen und Mindestguthaben.
Verwandte Begriffe
- Kryptowährung – was in der Blockchain eigentlich erfasst wird.
- Krypto-Mining – wie ein neuer Block im Detail entsteht.
- Proof of Work und Proof of Stake – zwei Wege, wie sich ein Netzwerk auf den nächsten Block einigt.
Wie geht es weiter
Wenn Sie sich mit einer eigenen Maschine an der Verlängerung der Blockchain beteiligen möchten, beginnen Sie mit dem Artikel Welche Kryptowährungen man schürfen kann.
Quellen
Häufige Fragen
Wem gehört eine Blockchain?
Wie viele Bestätigungen braucht eine Transaktion, um sicher zu sein?
Ist Blockchain dasselbe wie Bitcoin?
Kann man etwas aus der Blockchain löschen?
Dieser Text wurde mithilfe von KI erstellt. Fakten, Zahlen und Abläufe hat Yegor geprüft.